Burg und Burgtaverne Kreuzenstein: Genießen wie im Mittelalter

Burg und Burgtaverne Kreuzenstein

Burg und Burgtaverne Kreuzenstein

Burg und Burgtaverne Kreuzenstein: Genießen wie im Mittelalter

Heute stellt Ihnen MyHolidaySearch ein ganz besonderes Highlight vor. Nur wenige Kilometer nördlich von Wien, genauer gesagt, in der Gemeinde Leobendorf befindet sich mit der Burg Kreuzenstein eines der beliebtesten Ausflugsziele im Wiener Umland. Bei der ursprünglichen Burganlage handelt es sich um eine Höhenburg, welche während des 12. Jahrhunderts von den Habsburgern errichtet worden war. Die mittelalterliche Burg wurde jedoch während des 30jährigen Krieges anno 1645 von den schwedischen Besatzungstruppen gesprengt. In ihrer heutigen Form wurde die Anlage im ausgehenden 19. Jahrhundert in Form einer Schauburg wieder errichtet. Heute beherbergt die Burg Kreuzenstein ein Museum mit einer der größten privaten Sammlungen von historischen Waffen in Österreich. Gern beobachten die Besucher aber auch die Vorführungen der Adlerwarte Kreuzenstein und genießen die Köstlichkeiten der Burgtaverne Kreuzenstein, die seit Frühling 2013 ihre Pforten für Gäste geöffnet hat.

Die ursprüngliche Burg Kreuzenstein

Erbaut wurde die Burg Kreuzenstein während des 12. Jahrhunderts von dem Grafen von Formbach. Schon während der ersten Jahrzehnte wechselte sie mehrfach den Besitzer, bis sie anno 1278 in den Besitz der Habsburger gelangte. In den folgenden Jahrhunderten war es keinen Feinden der Habsburger je gelungen, die Burg Kreuzenstein zu erobern. Das gelang erst den schwedischen Truppen in der Endphase des 30jährigen Krieges, als diese schon kurz vor den Toren Wiens standen. Weil die Burg Kreuzenstein ebenso wie die nahe gelegene Festung Korneuburg nur schwach besetzt war, wurden beide Anlagen im April 1645 den Schweden kampflos übergeben. Als sich die Hauptstreitmacht der Schweden im September 1645 nach Mähren zurückzog, ließ der kommandierende Feldmarschall Lennart Torstensson die Anlage sprengen. Von der einstmals so stolzen Burg blieb nur noch eine Ruine, an welcher sich die Bauern der Umgebung bedienten, wenn sie Baumaterial brauchten.

Die Burg erstrahlt in neuem Glanz

Im Lauf des 18. Jahrhunderts gelangte die Ruine der Burg Kreuzenstein in den Besitz der vermögenden Grafen Wilczek. Johann Nepomuk Graf Wilczek, der als Polarforscher Berühmtheit erlangt hatte, ließ an Stelle der Ruine ab 1874 eine Schauburg errichten, deren Aussehen sich jedoch nicht am historischen Vorbild orientierte. Die noch vorhandenen Reste der einstigen Burg wie etwa der Rumpf des östlichen Turmes wurden allerdings in die Gestaltung miteinbezogen. Unter der Kapelle, die ebenfalls teilweise aus dem Mittelalter stammt, wurde eine Familiengruft eingerichtet, in welcher auch der Bauherr seine letzte Ruhestätte fand.

Erbaut wurde die neue Burg Kreuzenstein aus originalen Bauteilen, welche aus ganz Europa zusammengetragen wurden. Das Innere der Burg wurde mit zahlreichen Artefakten und Einrichtungsgegenständen aus dem Mittelalter ausgestattet. Dazu gehört beispielsweise eine der ältesten Steinschleudern, die noch im Originalzustand erhalten war und ursprünglich in der Festung Hohensalzburg stationiert war. Nach einer Bauzeit von 30 Jahren wurde die Burg Kreuzenstein im Beisein prominenter Gäste wie des deutschen Kaisers Wilhelm II. offiziell eröffnet.

Die Burg Kreuzenstein kommt ins Kino

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden auf der Anlage von Kreuzenstein mehrere Filme gedreht, darunter diverse Horrorfilme wie etwa „Im Schloß der blutigen Begierde“. Selbst die Walt Disney-Studios hatten auf der Burg Kreuzenstein gedreht, nämlich einige Elemente für den Film „Die drei Musketiere“.

Die Sammlung im Museum

Das Glanzstück des Museums ist die Rüstkammer der Burg Kreuzenstein, die mit einer der österreichweit größten Sammlungen an historischen Waffen ausgestattet ist. Hier kann sich der Besucher anschaulich vorstellen, wie eine für die Größe der Burg typische Besatzung von rund 100 Mann ausgestattet war. Darüber hinaus erhält der Besucher einen guten Eindruck davon, wie sich die ritterliche Waffentechnik entwickelt hat. Dies wird anhand von Rüstungen, Waffen, Schilden, Helmen sowie Reitzeug und einer umfangreichen Schwertsammlung aufgezeigt. Der Vorraum hingegen ist Hellebarden, bäucherlichen Waffen sowie kleiner Kanonen, wie sie im 16. Jahrhundert verwendet wurden, vorbehalten.

Die Adlerwarte und Burgtaverne Kreuzenstein

In der Adlerwarte Kreuzenstein werden unterschiedliche Arten von Greifvögeln gehalten. Um eine möglichst artgerechte Haltung zu gewährleisten, haben die Tiere bis zu fünfmal am Tag die Gelegenheit, frei zu fliegen. Die Tiere werden deshalb in der Tradition der sogenannten Falknerei abgerichtet. Dabei handelt es sich um eine der ältesten Jagdformen, die vor drei bis vier Jahrtausenden in Zentralasien entwickelt wurde. Das hatte auch einen guten Grund, weil sie in den weiten Steppen, in welcher Jäger kaum Deckung fanden, die ideale Jagdform gewesen sein dürfte. 2010 hatte die UNESCO die Falknerei für mehrere Länder, in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die Länder der Donaumonarchie Österreich sowie Ungarn folgten zwei Jahre später. Spezielle Vorführungen für Gäste werden während der Saison werktäglich zwei-, an Sonn- und Feiertagen dreimal, angeboten.

Katharina Lukas und Theodor Schmid haben im Frühling 2013 unmittelbar gegenüber der Burg die Burgtaverne Kreuzenstein eröffnet, um die Gäste kulinarisch in eine andere Zeit zu entführen. Die Besucher speisen hier inmitten eines stilechten Ambientes von Holztellern und von tönernem Geschirr. Die Küche bietet eine kleine Auswahl an Fleischgerichten, aber auch veganen und vegetarischen Gerichten. Überschaubar ist die Auswahl aus einem guten Grund: Die Gerichte sollen stets frisch sein und nach Möglichkeit mit saisonalen Produkten zubereitet werden. Auf Fertigprodukte wird komplett verzichtet. Stammgäste und Genießer schätzen vor allem den mittelalterlichen Würzwein, der in der Burgtaverne Kreuzenstein nach einer original überlieferten Rezeptur für die Gäste zubereitet wird. Abgerundet wird das Angebot in der Burgtaverne Kreuzenstein von verschiedenen Veranstaltungen mit mittelalterlichem Hintergrund.