Das sind die Top-Sehenswürdigkeiten in Moskau

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Das sind die Top-Sehenswürdigkeiten in Moskau

Ganz gleich, ob Geschichte, Architektur oder Kultur – die russische Hauptstadt Moskau bietet alles, was man sich bei einer Städtereise nur wünschen kann. MyHolidaySearch hat die interessantesten Sehenswürigkeiten zusammengefasst und im folgenden Artikel beschrieben.

Obwohl Moskau von Europa aus mit günstigen und schnellen Flugverbindungen rasch erreichbar ist, haftet an der russischen Hauptstadt bis heute ein Hauch des Geheimnisvollen, Unbekannten und Mysteriösen. Ein Grund dafür mag die Tatsache sein, dass die Stadt über Jahrzehnte hinweg durch den Eisernen Vorhang abgeschottet und für Touristen aus dem Westen nicht zugänglich war. Es lohnt sich jedoch, das Machtzentrum der früheren Sowjetunion zu besuchen, schon allein wegen der freundlichen Bevölkerung und den atemberaubenden Sehenswürdigkeiten. Die folgenden zehn Sehenswürdigkeiten sollten sich Moskau-Besucher keinesfalls entgehen lassen:

Der Rote Platz und das Lenin-Mausoleum

Das Herz der Stadt schlägt nach wie vor in jenem Viertel, das den Roten Platz umgibt. Dieser weitläufige Platz wurde im ausgehenden 15. Jahrhundert errichtet und hatte im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche verschiedene Funktionen. Dort wurden beispielsweise die Zaren gekrönt, aber auch Massenhinrichtungen durchgeführt. Zu Sowjetzeiten wurden dort bombastische Militärparaden abgehalten, aber auch Revolutionäre sorgten hier für Aufruhr. Der Rote Platz ist ein hervorragender Startpunkt, um Moskau und seine Sehenswürdigkeiten kennenzulernen, etliche davon sind nur einen kurzen oder längeren Spaziergang vom Roten Platz entfernt. Auf dem Roten Platz selbst ist das Lenin-Mausoleum, welches direkt neben der Mauer des Kremls erbaut wurde, das wichtigste Monument. In diesem Mausoleum wurde der Gründer der Sowjetunion nach seinem Tod anno 1922 bestattet – besser gesagt ausgestellt. Der einbalsamierte Leichnam befindet sich in einem gläsernen Sarg, an welchem täglich Tausende von Besuchern vorüber flanieren. Weil der Andrang dort enorm ist, kann sich der Besucher allerdings nur einen Blick auf den Sarg von wenigen Minuten erhoffen.

Der Kreml – das Zentrum der Macht

Bereits anno 1156 wurde mit dem Bau des Kreml – die deutsche Übersetzung für dieses Wort lautet „Festung“ – begonnen. Von Anfang an war das imposante Bauwerk mit seinen hohen Türmen und den mächtigen Umfassungsmauern als Zentrum der Macht für das ganze Land gedacht – zunächst residierten hier die Zaren, später die kommunistischen Machthaber und seit der Wende der russische Staatspräsident. Heute stellt der Kreml ein kurioses Sammelsurium der verschiedensten Baustile aus unterschiedlichen Epochen dar. Der Grund: Innerhalb der mehr als zwei Kilometer langen Anlage wurden die Gebäude über die Jahrhunderte hinweg mehrfach neu- und umgebaut oder erweitert. Größtenteils können die Gebäude innerhalb der Kremlmauern nicht besichtigt werden, weil sie nach wie vor von der Regierung genutzt werden. Besucher haben aber sehr wohl Zugang zu fünf Kirchen, die zu Museen umgestaltet wurden, sowie zum Patriarchen-Palast. Als Höhepunkt der Tour durch den Kreml gilt ein Besuch im Waffenarsenal, wofür die Besucher aber eine eigene Eintrittskarte benötigen. Statt Waffen gibt es dort allerdings die Kronjuwelen sowie weitere Kostbarkeiten aus der Zeit der Zaren zu sehen. Dazu gehören unter anderem die kostbaren und reich mit Juwelen verzierten Fabergé-Eier. Diese weltberühmten Stücke hatte der Hofjuwelier Fabergé aus St. Petersburg alljährlich im Auftrag des Herrscherpaares angefertigt, sodass sich der Zar und die Zarin zu Ostern gegenseitig damit beschenken konnten.

Die Sankt Basilikus Kathedrale

Die St. Basilikus Kathedrale – am südlichen Ende des Roten Platzes gelegen – gilt als herausragendes Beispiel für die russische Kirchenbaukunst. Jedoch ist die markante Architektur dieser Kathedrale nicht so traditionell, wie man vielleicht meint. Das gilt insbesondere für die acht kleiner dimensionierten Zwiebeltürme, welche um den höheren Zentralturm herum angeordnet sind, der spitz zuläuft. Erbaut wurde die St. Basilius-Kathedrale von anno 1551 bis 1561 unter Zar Iwan dem Schrecken, um an die Unterwerfung der Tartaren durch Russland zu erinnern. Die zwiebelförmigen, kleineren Türme symbolisieren die Turbane, welche von den Tartaren getragen worden, während der größere Turm für ein Wohnzelt der Tartaren steht. Das Innere der Kathedrale untergliedert sich in einen unter dem Zentralturm gelegenen Hauptturm und neun Nebenkapellen, die sich jeweils unter einem der Türme befinden. So mancher Besucher kennt vielleicht die Legende, Iwan habe den Architekten nach der Vollendung der Arbeiten blenden lassen, um zu verhindern, dass dieser jemals wieder ein vergleichbares Bauwerk schaffen könnte – diese Geschichte gehört jedoch ins Reich der Legenden. Dieselben Architekten wurden nämlich  etwa 25 Jahre später, also vier Jahre nach dem Tod des Herrschers, damit beauftragt, eine weitere Kapelle an die Kathedrale anzubauen.

Das GUM Kaufhaus

Das „Glawitny Universalniy Magasin“, kurz GUM grenzt mit seiner dreistöckigen und 242 Meter langen Fassade unmittelbar an den Roten Platz an. Übersetzt bedeutet der Name etwa „Zentrales Kaufhaus“, wodurch auch die Bedeutung des Gebäudes erklärt ist. Zu Sowjetzeiten handelte es sich beim GUM um ein Vorzeigeprojekt, welches heute aber längst in privaten Händen ist. In diesem Kaufhaus konnte jeder Bürger der Sowjetunion – völlig Unabhängig von Stand oder Klasse – beliebig waren einkaufen – zumindest, wenn diese gerade vorrätig waren. Erbaut wurde das imposante Gebäude, welches eine Fassade aus Granit, Kalkstein und Marmor besitzt, von 1890 bis 1893. Damit der Bau verwirklicht werden konnte, musste zunächst eine komplette Häuserzeile mit heruntergekommenen Verkaufsflächen und Warenhäusern abgerissen werden. Eine zentrale Halle erstreckt sich über die komplette Länge des Gebäudes. Diese Halle wird beidseitig von – ebenfalls dreistöckigen – Arkaden gesäumt. Diese sind unterteilt und hier befinden sich Verkaufsläden, Restaurants, Boutiquen und Cafés. In regelmäßigen Abständen überspannen Fußbrücken die Zentralhalle, welche die beiden Arkadenzeilen miteinander verbinden. Die zentrale Halle wird von einem Gewölbedach überspannt, welches aus Stahlstreben und etwa 20.000 Glasscheiben überdacht, wodurch das Innere lichtüberflutet wird. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde das Gebäude als architektonische Meisterleistung bekannt.

Der Gorki Park

Der Gorki Park, dessen offizieller Name „Maxim Gorki Park für Kultur und Freizeit“ lautet, befindet sich in malerische Lage am Moskwa-Ufer. Angelegt wurde der Park in den 1920er Jahren als städtisches Naherholungsgebiet für die Bürger Moskaus, für die in jenen Jahren nicht allzu viele Annehmlichkeiten geboten waren. Von Anfang an waren im Gorki Park jede Menge Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung geboten, von Radfahren über Tischtennis bis hin zu Volleyball oder Rollerblading. Beliebt ist der Gorki Park außerdem bei Spaziergängern und Joggern. Während der Wintermonate, wenn die Teiche zugefroren sind, besuchen die Moskauer den Gorki Park zum Eislaufen. Im gesamten Park befinden sich kleine Imbissbuden, die von hungrigen Besuchern gern aufgesucht werden. Auch Restaurants und gemütliche Kneipen haben ihre Pforten im Park geöffnet und bieten für die Gäste Sitzgelegenheiten im Freien. Innerhalb des Parks wurden einige Galerien und Museen eingerichtet, etwa das Garagen-Museum Zeitgenössischer Kunst. Des Weiteren finden im Gorki Park regelmäßig Musik- und Theateraufführungen sowie Kunstausstellungen statt.

Das Bolschoi Theater

Der Name „Bolschoi Theater“ klingt weitaus exotischer, als er in Wirklichkeit bedeutet. Denn in der deutschen Sprache heißt dieses Gebäude in Moskau schlicht und ergreifend „Großes Theater“. Als großartig darf dieses Haus aber mit Fug und Recht bezeichnet werden. Errichtet wurde es zwischen 1821 und 1824 im Stil des russischen Klassizismus. In den vergangenen zehn Jahren wurde das Theater aber mehrfach umgebaut, erweitert, renoviert und restauriert. Bolschoi-Theater und Bolschoi-Oper unterhalten eigene Ensembles von Weltruhm, die oft Gastspielreisen ins Ausland unternehmen. Haben die Besucher tatsächlich die Gelegenheit, eine Eintrittskarte für einen Ballett- oder Opernabend zu erhalten, sollten sie diese Gelegenheit angesichts des zu erwartenden Kulturgenusses in jedem Fall nutzen.

Die Tretjakoff Galerie

Moskau ist bekannt für die große Zahl an Galerien und Museen, die in der Stadt beheimatet sind. Das Angebot ist derartig groß, dass selbst der komplette Urlaub ausreicht, um mehr als einen Bruchteil der Ausstellungen zu betrachten. Auf keinen Fall sollten sich die Gäste einen Besuch in der Tretjakoff Galerie entgehen lassen. Der Grund: Diese Galerie besitzt die weltgrößte und eine äußerst umfangreiche Sammlung an russischer Kunst, die einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten umfasst. Gezeigt werden neben Radierungen und Gemälden auch Plastiken. Eine eigene Abteilung widmet sich der religiösen Ikonenmalerei, während der neue Flügel größtenteils für moderne Werke reserviert ist, die ab Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden.

Das Arbat Viertel

Das Arbat Viertel zählt zu jenen typischen Stadtbezirken, in welchen die große Masse der sozialistischen Arbeiterfamilien auf engstem Raum in engen und mehrstöckigen Reihenhäusern lebte. Das triste Gesicht dieses Viertels hat sich inzwischen jedoch gründlich verändert: So wurden die reichlich abgewohnten Gebäude renoviert und eingezogen sind trendige Restaurants, Kneipen und Cafés sowie kleine Galerien und zahlreiche Boutiquen. Es lohnt sich durchaus, ein paar Stunden lang durch das Arbat Viertel zu spazieren und sich am einen oder anderen Kiosk oder Stand einen herzhaften Imbiss zu gönnen.

Das Daniloff Kloster

Das Äußere des Daniloff Kloster wirkt dank der hohen, weißen Mauern, die mit Zinnen bewehrt sind, eher wie eine Festung denn wie ein Kloster. Der Grund für das wehrhafte Äußere besteht darin, dass dieser Komplex während des ausgehenden 13. Jahrhunderts als Teil der Moskauer Stadtbefestigung errichtet wurde. Diese Festung wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt zum offiziellen Sitz der russisch-orthodoxen Kirche. In den vergangenen Jahrhunderten wurden innerhalb der Klostermauern mehrere Kapellen und Kirchen erbaut, welche die Besucher auch besichtigen können. Besonders viel Trubel herrscht hier naturgemäß an Sonn- und Feiertagen, weil sich dann auch zahlreiche Gläubige einfinden, um an Messen teilzunehmen und zu beten. Wer den Alltag im Kloster näher kennenlernen möchte, kann ein Zimmer im Danilowski Hotel im Süden des Klosterkomplexes mieten – dieses Hotel betreibt das Kloster übrigens selbst. Der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche in Moskau hat seinen offiziellen Amtssitz übrigens nicht im Kloster, sondern im Patriarchen-Palast im Kreml.

Der Bunker 42 – das Museum des Kalten Krieges

In einer Seitenstraße, die vom Taganskaja Platz abzweigt, birgt ein unscheinbares Gebäude hinter seiner klassizistischen Fassade einen besonderen Schatz. Es handelt sich hierbei nämlich keineswegs um ein historisches Haus in Moskau – das Gebäude an sich besteht ausschließlich aus den Außenfassaden. Errichtet wurde es in den 1950ern während des Kalten Krieges. Die Kulisse sollte verbergen, was sich im Inneren beziehungsweise im Untergrund verbirgt. Dort befindet sich 60 Meter unter der Oberfläche nämlich ein streng geheimes und atombombensicheres Bunkersystem mit einer Größe von rund 7.000 Quadratmetern. Dieser Bunker sollte als Kommandozentrale für den Gegenschlag dienen, falls der Westen einen nuklearen Angriff auf die Sowjetunion startete. Sämtliche Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften wurden aus den Bunkern zwar entfernt, doch dennoch stellt die Begehung dieses Systems ein beklemmendes Erlebnis dar, welches eine bleibende Erinnerung hinterlässt. Nicht wenige Besucher fühlen sich sichtlich erleichtert, dass dieser Ernstfall nie eingetreten ist, sobald sie das Tageslicht wieder erreicht haben.