Der Donauradweg: eine Reise ans Schwarze Meer auf dem Rad

Donauradweg

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Der Donauradweg: eine Reise ans Schwarze Meer auf dem Rad

Radfahrer, die sich im Urlaub einmal ein ganz besonderes Erlebnis gönnen möchten, sollten auf jeden Fall einen Ausflug auf dem Donauradweg ins Auge fassen. Zählt der circa 2.850 Kilometer lange Radfernweg doch zu den zehn beliebtesten und meistbefahrenen Radwegen Deutschlands. Von der Donauquelle in Donaueschingen aus führt der Donauradweg auf einer antiken Römerstraße bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Dank dieses Routenverlaufs können die Radfahrer die landschaftlichen Schönheiten genießen, ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen.

Und auch die Infrastruktur ist bestens ausgebaut. Entlang des Donauradwegs finden die Radfahrer eine Vielzahl von Lokalen, in welchen sie die landestypische Küche kosten und genießen können. Und auch die Unterkunft stellt kein Problem dar, schließlich befinden sich entlang der Route zahlreiche Unterkünfte in allen Preisklassen – vom Zeltplatz auf dem Campingplatz bis hin zu Hotels der gehobenen Kategorie. Natürlich empfiehlt es sich, die Route im Vorfeld zu planen und die Unterkunft vorab zu buchen – denn gerade während der Hauptreisezeit kann es schwierig werden, kurzfristig ein Zimmer zu bekommen. Bei der Reiseplanung sollten die Radfahrer aber auch ausreichend Zeit für die kulturellen Schätze einplanen, die sie unterwegs erwarten. Beispielsweise lohnt es sich, unterwegs einen Abstecher in die sehenswerten Altstädte von Regensburg und Passau zu machen oder nachmittags eines der legendären Kaffeehäuser Wiens zu besuchen.

Die deutsche Donau entdecken

Auch die Anreise zum Donauradweg lässt sich gemütlich und stressfrei angehen. So ist Donaueschingen, in der reizvollen Naturlandschaft des Schwarzwald-Baar-Kreises gelegen, hervorragend per Bahn zu erreichen. Hier lohnt sich ein Besuch bei der zwischen dem Schloss und der Stadtkirche gelegenen historischen Donauquelle. Dabei handelt es sich um einen in Stein gefassten Brunnen, der von zwei Figuren aus Marmor gesäumt wird, welche die Mutter „Baar“ und die Tochter „Donau“ symbolisieren. Von hier aus führt der Weg auf einer Strecke von rund 50 Kilometern über Giesingen, Immendingen, Möhringen und Tuttlingen nach Mühlheim.

Die zweite Etappe führt auf knapp 50 Kilometern nach Sigmaringen. Das unumstrittene Highlight dieser Etappe stellt der Donaudurchbruch bei Beuron dar. Am Tagesziel angekommen lohnt sich ein Besuch beim Residenzschloss auf dem Schlossberg, welches direkt an der Donau auf einem freistehenden Felsen thront.

Eine Reise durch die Geschichte erleben die Radfahrer auf der Etappe von Sigmaringen nach Obermarchtal. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in diesem Teil gehört das Heuneburgmuseum, in welchem zahlreiche Zeugnisse aus der Zeit der Kelten zu sehen sind. Sehenswert sind aber auch das Wasserschloss in Zwiefaltendorf sowie das Kloster Zwiefalten.

Die vierte Etappe führt die Radfahrer von Obermarchtal und Ulm. Unterwegs durchqueren sie das Biosphärenreservat Schwäbische Alb und sie können beim sagenumwobenen Blautopf eine kleine Pause einlegen. Dabei handelt es sich um einen kleinen, trichterförmigen See, aus dem die Blau entspringt. Das weitläufige Höhlensystem unter der Quelle gilt übrigens als wahres Paradies für Taucher.

Auf der 53 Kilometer langen Strecke zwischen Ulm und Dillingen lohnt sich eine Pause in Elchingen. Dort lädt eine kleine Wallfahrtskirche, eine dreischiffige Basilika im Stil der Gotik, die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut worden war. Kulturell interessierte Radfahrer erwartet außerdem in Günzburg die Frauenkirche, die im Rokoko-Stil erbaut wurde.

Das Ziel der nächsten Etappe ist nach 43 Kilometern Donauwörth. Hier zählt das Käthe Kruse Puppenmuseum, welches in einem einstigen Kapuzinerkloster untergebracht ist, dank einer umfangreichen Sammlung zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Auch ein Bummel durch die Altstadt mit ihren hervorragend erhaltenen Renaissance-Bürgerhäusern lohnt sich.

Gleich vier Schlösser passieren die Radfahrer auf dem Weg von Donauwörth nach Ingolstadt. Als bekanntestes gilt Schloss Neuburg, welches nicht nur eine sehenswerte Fassade besitzt, sondern auch vier Museen beherbergt. Einen Einblick in die Geschichte Ingolstadts bekommen die Reisenden an der Stadtmauer und bei den Festungsanlagen.

Auf dem Weg von Ingolstadt nach Kelheim empfiehlt es sich, im bekannten Biergarten des Klosters Weltenburg. Ausgeschenkt wird das Bier der Weltenburger Klosterbrauerei, der weltweit ältesten Klosterbrauerei. Wer genügend Zeit mitgebracht hat, sollte sich eine Schifffahrt auf der direkt am Donaudurchbruch gelegenen Donauschleife.

Bevor die Radfahrer nach Regensburg weiterfahren, können sie eine kleine Wanderung auf den Michelsberg machen. Dort erwartet sie die Befreiungshalle, die Ludwig I. zum Gedenken an die Siege während der Napoleonischen Kriege errichten ließ. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Steinerne Brücke oder Schloss Emmeram und eine malerische Altstadt, die seit 2006 Teil des UNESCO-Welterbes ist, empfangen die Gäste hier.

Ein weiteres Bauwerk Ludwigs I. können die Radfahrer bei Donaustauf auf dem Weg von Regensburg nach Straubing einlegen: In der Gedenkhalle Walhalla, die 1842 eingeweiht wurde, sind 130 Büsten sowie 65 Gedenktafeln zum Gedenken an bekannte deutsche Persönlichkeiten aufgestellt. Erbaut wurde das Gebäude, von dem aus die Besucher einen prächtigen Ausblick über das Donautal genießen, im Stil eines römischen Pantheons. Weitere imposante Bauwerke auf dieser Etappe sind das Schloss Wörth sowie der Straubinger Stadtturm auf dem Marktplatz.

Die Route von Straubing nach Deggendorf führt über Bogen, einem der bekanntesten Wallfahrtsorte in Bayern sowie über das Kloster Metten. Dieses ist seit der Gründung anno 766 ständig bewohnt und ist bekannt für die klassischen Barockelemente an der Mauer. Den Tag können die Besucher im Altstadtviertel ausklingen lassen, wo noch zahlreiche Bauten aus dem Barock und der Gotik zu sehen sind.

Nur noch 60 Kilometer trennen die Radfahrer schließlich von Passau, wo der deutsche Teil des Donauradweges endet. Bekannt ist die Stadt für die engen Gassen entlang der barocken Gebäude der Altstadt sowie für die Tatsache, dass hier der Inn sowie die Ilz in die Donau fließen. Diesem einmaligen Ambiente verdankt Passau, dass es gelegentlich auch als deutsches Venedig bezeichnet wird.