Die Weltenburger Enge mit Donaudurchbruch – ein besonderes Naturphänomen

Die Weltenburger Enge mit Donaudurchbruch

Die Weltenburger Enge mit Donaudurchbruch

Die Weltenburger Enge mit Donaudurchbruch – ein besonderes Naturphänomen

MyHolidaySearch möchte immer wieder besondere Orte und Sehenswürdigkeiten vorstellen. In diesem Artikel geht es um ein ganz besonderes Naturphänomen im niederbayerischen Weltenburg, nämlich die Weltenburger Enge mit Donaudurchbruch.

Was selbst viele Einheimische nicht wissen: Bei der im Herzen des Naturparks Altmühltal gelegenen Weltenburger Enge mit Donaudurchbruch handelt es sich um eines der ältesten Naturschutzgebiete in Bayern: Schon König Ludwig I. hatte den Schutz der Natur hier anno 1840 angeordnet, als Naturschutzgebiet wurde die Weltenburger Enge offiziell 1983 ausgewiesen – übrigens als einziges bayerisches Naturschutzgebiet, welchem das Europadiplom verliehen wurde. Der Grund: Kultur und Natur verbinden sich hier auf eine einzigartige Weise. Die Besucher erleben hier ein einzigartiges Naturschauspiel, können sich in der Schenke des nahe gelegenen Klosters Weltenburg kulinarisch verwöhnen lassen und den Tag in den Weltenburger Erlebniswelten verbringen oder die weiteren Sehenswürdigkeiten in der Region zu verbringen.

Warum ist der Donaudurchbruch kein Durchbruch?

Von der nahe gelegenen Kreisstadt Kelheim aus führen mehrere Wanderwege nach Weltenburg und zum Donaudurchbruch. Besonders eindrucksvoll ist jedoch die Anreise per Schiff, weil die Gäste hierbei die landschaftlichen Impressionen besonders eindrucksvoll genießen können. Die Personenschifffahrt im Donau- und Altmühltal bietet ganzjährig montags bis freitags vier Fahrten an, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sogar acht.

Aus geologischer Sicht handelt es sich beim Donaudurchbruch Weltenburg übrigens um keinen wirklichen Durchbruch. Denn ursprünglich hatte sich an dieser Stelle lediglich ein kleiner Nebenfluss durch den Jurafels gegraben. Der ursprüngliche Verlauf der Donau hingegen befand sich in der Fränkischen Schweiz und vereinigte sich erst im Lauf der vergangenen 150.000 Jahre mit dem Nebenfluss.

Kultur erleben und Genießen im Kloster Weltenburg

Passagiere, die mit dem Schiff anreisen, können das Schiff oberhalb der Weltenburger Enge an der Anlegestelle verlassen und auf Entdeckungsreise durch das Kloster Weltenburg gehen. So gilt die Kirche St. Georg der Weltenburger Benediktinerabtei als einer der wichtigsten barocken Sakralbauten aus der Epoche des Barock in ganz Europa. Erbaut wurde die Kirche von 1716 bis 1718, deren Inneres anschließend von Egid Quirin Asam sowie Cosmas Damian Asam im Stil des Spätbarocks ausgestattet wurde. Wer die Klosterkirche Weltenburg ausführlich kennenlernen möchte, sollte sich die Teilnahme an einer Führung nicht entgehen lassen. Hierfür ist allerdings eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Da die Kirche St. Georg zwischen dem Frauenberg und den klösterlichen Konventgebäuden eingebettet ist, wirkt sie von außen im Vergleich zur prächtigen Innenausstattung  eher unscheinbar. Die Hauptfassade ist auf den Klosterhof hin ausgerichtet, wo sich auch der bekannte Biergarten des Klosters Weltenburg befindet, der zu den schönsten in ganz Bayern zählt. Bekannt ist die Küche für die verschiedenen hauseigenen Klosterspezialitäten wie die Klosterwurst oder der Klosterkäse. Die Spezialitäten werden jedoch nicht im Haus hergestellt, sondern nach der originalen Rezeptur von einer Metzgerei und einer Sennerei zugeliefert. Zu den beliebtesten Gerichten zählt übrigens Spanferkel, welches die resche Kruste mit ihrem unverwechselbaren Geschmack der Tatsache verdankt, dass die Haut mit dem hauseigenen Bier überglänzt wird. Des Weiteren stehen zahlreiche Spezialitäten aus der Bayerischen Küche auf der Speisekarte.

Die Klosterbrauerei Weltenburg

Dass die Mönche in Weltenburg selbst Bier brauten, lässt sich bis ins Jahr 1050 belegen, weshalb die Weltenburger Klosterbrauerei als weltweit älteste Klosterbrauerei gilt. Seinen typischen Geschmack verdankt das Weltenburger Klosterbier – überwiegend werden dunkle Sorten gebraut – übrigens der Tatsache, dass das Wasser dafür aus einem 80 Meter tiefen Brunnen geschöpft wird, das Bier selbst wird nicht pasteurisiert und nur schwach filtriert. Über die fast 1.000jährige Brautradition können sich die Besucher ausführlich im Rahmen einer Brauereiführung, die mit einer zünftigen Bierprobe abgeschlossen wird, informieren. Angeboten werden diese Führungen an jedem Wochenende von April bis Oktober.

Die Weltenburger Erlebniswelten

2005 wurde im Kloster Weltenburg ein Besucherzentrum eröffnet. Auf Schautafeln sowie in Vitrinen ist Wissenswertes aus der mehr als 1.400jährigen Geschichte des Klosters aus- und dargestellt. Ein Nebenraum des Infozentrums ist ganz der Natur in der Region gewidmet: Hier befindet sich eine Miniatur-Nachbildung des Donau-Flusslaufes, über Fauna und Flora an der Weltenburger Enge informiert eine Diapanorama-Show. Des Weiteren erhalten die Besucher in einem etwa 20minütigen Film Interessantes über das Leben, den Alltag und die Arbeit der Mönche.

Der Besuch im Klosterladen lohnt sich vor allem für Besucher, die ein besonderes Erinnerungsstück oder ein nicht ganz alltägliches Geschenk mit nach Hause nehmen wollen: Dort finden sie neben religiöser Literatur und Kunst auch diverse Kerzen, Waren aus Keramik, Schmuckstücke, eine reiche Auswahl an Ikonen sowie diverse Klosterliköre.

Die Natur und Sehenswertes rund um das Kloster Weltenburg

Für Besucher, die sich für die Kultur und Geschichte der Region interessieren, lohnt sich der Spaziergang auf den Frauenberg. Dort erwartet sie ein historischer Wanderpfad. Die Gäste können hier eine Rokoko-Kapelle sowie eine mittelalterliche Befestigungsanlage bestaunen. Aufmerksame Beobachter können hier im Untergrund außerdem ersehen, welchen Verlauf einst der sogenannte Keltenwall hier hatte. Diesen hatten einst die Römer zum Schutz vor den wilden Völkern aus dem Norden angelegt.

Von Weltenburg aus stromabwärts befindet sich vor Kelheim gelegen das sogenannte Klösterl. Hierbei handelt es sich um das Kloster Trauntal, welches einst von den Franziskanern genutzt wurde. Als Besonderheit gilt an dieser Stelle die Felsenkirche, welche 1603 erbaut wurde und die europaweit zu den wenigen Felsenkirchen gehört, die ein natürliches Dach besitzen. Südlich des Klosters in der kleinen Ortschaft Einig haben die Besucher die Gelegenheit, die Überreste des römischen Kastells Abusia zu besichtigen.