Kapverden als Alternative zu den Balearen/Kanaren

Kapverden

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Kapverden als Alternative zu den Balearen und Kanaren

Die Kapverden im Atlantik machen den Balearen und Kanaren Konkurrenz. Das ungefähr sechs Flugstunden entfernte Urlaubsparadies eignet sich hervorragend zum entspannten Strandurlaub sowie ausgedehnte Wandertouren in einer einzigartigen Natur. MyHolidaySearch stellt die kaum touristisch erschlossenen Inseln vor.

Wissenswertes über den afrikanischen Inselstaat Kap Verde

Zu dem afrikanischen Inselstaat Kap Verde – umgangssprachlich Kapverden – gehören 14 Inseln, wovon neun bewohnt sind. Die Inseln erhoben sich aufgrund des aufsteigenden Magmas vulkanischer Eruptionen sich vor über 135 Millionen Jahren aus dem Meer und sind nicht mit dem Festland verbunden. Da das Klima unterschiedliche Einwirkungen hatte, gleicht keine Insel der anderen. Während es auf der einen Insel flache Wüstenlandschaften gibt, zeichnet sich eine andere Insel durch weiße Sandstrände aus. Andere Inseln zeichnen sich durch Vulkan- und Berglandschaften aus. Somit bieten die Kapverden für jeden Urlaubstyp etwas.

Das Klima auf den Inseln besticht mit hohen Temperaturen. Im Sommer gibt es tagsüber Temperaturen zwischen 23 und 30 Grad Celsius. Nachts kühlt es dann auf durchschnittlich 24 Grad Celsius ab. In den Monaten von Oktober bis Juli herrscht die Zeit der Winde und die Regenzeit beginnt im August und endet im September.

Die Amtssprache auf den Inseln ist Portugiesisch, wobei die Einheimischen Kapverdisches Kreol sprechen. In den touristisch erschlossenen Gebieten wird auch Englisch gesprochen. Vorsichtshalber sollten aber ein paar Portugiesisch-Kenntnisse mitgebracht werden.

Urlauber dürfen sich auf eine besondere Kulinarik freuen. Deftige Eintöpfe sind hier das Leibgericht der Einheimischen. An jeder Ecke wird hier das Nationalgericht Cachupa angeboten, das eine Kombination aus gestampften Mais, grünen Bananen, Zwiebeln, Maniok, Kürbis, Yams, Süßkartoffeln, Kohl, Speck und Tomaten ist. In der Regel wird Cachupa auch zu Fleischgerichten serviert. Ausgefallen sind auf den Kapverden auch die Nachspeisen, in die unterschiedliche Früchte verarbeitet werden. Doce de Papaya, Kaffee- oder Käsepuddingsollten gekostet werden.

Kapverden – diese Inseln eignen sich für den Badeurlaub

Für den Badeurlaub eignen sich drei Inseln. Die kapverdische Insel Sal bietet kilometerlange Sandstrände, einen konstanten Nordpassatwind, warmes kristallklares Wasser sowie 330 Sonnentage. Der Wellengang ist eher schwach und unter Wasser zeigt sich eine reichhaltige Unterwasserflora und -fauna. Sal mit seinem touristischen Zentrum Santa Maria ist die am besten touristisch entwickelte Insel und bietet das ideale Revier für Strandwanderer, Sonnenhungrige, Wellenreiter, Taucher und Windsurfer.

Traumstrände und Sanddünen bietet Boavista, die drittgrößte Insel der Kapverden. Das touristische Zentrum ist hier Santa Monica. Die vielen neuen Hotelanlagen sind eine hervorragende Alternative zu den überfüllten Balearen und Kanaren. Besonders beeindruckend ist eine geführte Tour durch die Wüste von Viana.

Die Insel Maio ist vom Tourismus noch weitestgehend unberührt. Endlose lange Sandstrände sowie ein angenehmes Klima locken aber immer mehr Besucher an. Auf der 269 Quadratkilometer großen Insel leben nur rund 4000 Einwohner, die meisten im Ort Vila da Maio.

Kapverden – diese Inseln eignen sich für den Wanderurlaub

Die spektakulärste Wanderinsel ist Santo Antao. Hier sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefordert. Entweder geht es auf der Insel bergauf oder bergab und das über viele Höhenmeter. Die meisten Touren sind Hochgebirgstouren, wie zum Beispiel die beliebte Route vom Cova Krater in das Tal von Paul. Die Wandertouren sind nicht zu unterschätzen und sind für gemütliche Mittelgebirgswanderer nicht geeignet.

Angenehmer ist das Wandern auf der Insel Fogo. Diese bietet eine atemberaubende Vulkanlandschaft. Besonders interessant sind hier die Kaffeeplantagen im Nordosten der Insel. Beeindruckend sind zudem die endemischen Pflanzen, die halbfeuchten Nebelwälder sowie die tropische Vegetation. Auch die mediterrane Hauptstadt Sao Filipe ist sehenswert und biete tiefschwarze Lavastrände.

Fogo ist die viertgrößte Insel der Kapverden und zugleich die wärmste. Die höchste Erhebung ist der Pico de Fogo mit 2829 Metern. Das Gelände vom Gipfel des Berges fällt in einer Neigung von 56 Prozent ab, sodass die Insel östlich und nördlich steil ist und westlich und südlich flach.

Wandern, Baden und Erholung bietet die Insel Sao Nicolau. Die Strände mit ihrem schwarzen Sand, der Titan, Jod und Spurenelemente enthält, gelten Heilmittel gegen verschiedene Erkrankungen. Deshalb entwickelte sich Sao Nicolau auch zu einem Pilgerort. Die Insel ist rund 350 Quadratkilometer groß und ist stark zerklüftet. Das Landesinnere ist mit zahlreichen kleinen Tälern durchzogen und vom Monte Gordo aus erhält man einen tollen Ausblick über die Insel.

Santiago – die größte Insel der Kapverden

Santiago kann mit einer vielfältigen und artenreichen Landschaft überzeugen. Hier finden sich dürre Steppengebiete als auch grüne und fruchtbare Täler. Aber auch hohe Gebirge und traumhafte Sandstrände sind hier zu finden. Allerdings ist die Insel nur wenig touristisch erschlossen. In der Hauptstadt Praia herrscht eine laute, raue und hektische Atmosphäre. Die Altstadt überzeugt mit Gebäuden aus der Kolonialzeit und besonders sehenswert sind die Festung Bateira sowie die Kirche Nossa Senhora da Graca.

Cidade da Ribeira Grande de Santiago, die ehemalige Hauptstadt der Insel, wurde zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt und überrascht mit kleinen Häuschen der Rua Banana im typischen portugiesischen Stil. Der Lavastrand Ribeira da Prata glitzert im Sonnenlicht und Kokospalmen zieren die Umgebung. Weiße Strände mit einer einzigartigen Bergkulisse gibt es in Tarrafal.