Meran: Urlaub auf den Spuren von Kaiserin Sissi

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Meran: Urlaub auf den Spuren von Kaiserin Sissi

Gleich hinter den Alpen beginnt für Urlaubsgäste aus dem Norden La Dolce Vita, das sie in der ehemaligen Landeshauptstadt Tirol nach Herzenslust genießen können. Immerhin bietet Meran seinen Gästen mit 300 Sonnentagen pro Jahr, dem angenehm-mediterranen Klima und den kulinarischen Genüssen mit einer Vielzahl an regionalen Spezialitäten ein nahezu einzigartiges Ambiente und einen Urlaub der besonderen Art. Nicht umsonst galt Meran schon zu Zeiten des Habsburger Reiches im ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts als beliebter Kurort, der illustre Gäste aus ganz Europa anzog. Der bekannteste Gast, der Meran bis in die Gegenwart hinein Glanz und Glamour verleiht, dürfte wohl die österreichische Kaiserin Sissi sein, die nach Meran reiste, um hier ihr Lungenleiden zu kurieren.

Von der großen Vergangenheit als Kurort zeugt übrigens noch die Architektur. So wird das Gesicht der Stadt von zahlreichen Bauten aus dem Jugendstil wie dem Kurhaus auf der Passerpromenade geprägt. Heute gilt dieses Bauwerk, dessen ältester Teil anno 1874 erbaut wurde, als Wahrzeichen von Meran. Im Kurhaus, welches 1912 und 1914 erweitert wurde, fanden die Gäste beispielsweise in einem Lese-, einem Rauch- oder einem Spielzimmer Zerstreuung. Heute finden hier neben Konzerten und Kongressen auch Galas und Bälle statt.

Die prächtigsten Bauten in Meran

Bei einem Bummel zwischen den innerhalb der drei Stadttore gelegenen mittelalterlichen Bauten erhalten die Besucher einen Eindruck von Merans herausragender Vergangenheit als Landeshauptstadt Tirols. Obwohl der Kurort den Status als Residenzstadt 1420 verlor – die neue Hauptstadt war das verkehrstechnisch günstiger gelegene Innsbruck – wurden in der Stadt auch in den folgenden Jahrhunderten noch zahlreiche repräsentative Bauten errichtet. Beispielsweise die Pfarrkirche, die landesfürstliche Burg oder der Botanische Garten samt Schloss Trautmannsdorf. Weitere prächtige Bauten sind erst wenige Jahre alt. So wurde 2005 die neue Thermenanlage aus Glas, Stein und Stahl in Form eines kubusförmigen Baus errichtet. Die Therme Meran wird eingesäumt von einem mehr als 50.000 Quadratmeter großen Park, in welchem 25 Pools die Gäste zum Entspannen einladen. Hier baden die Gäste in radonhaltigem Wasser, welches aus Quellen am Vigiljoch stammt.

Die Laubengasse: das Herz der Stadt

Gäste der Stadt sollten sich einen ausgedehnten Shopping-Bummel durch die Meraner Laubengasse nicht entgehen lassen. Diese gilt als das Herz der Altstadt und beherbergt neben zahlreichen kleinen Boutiquen auch eine Vielzahl von Cafés und Restaurants. Die Lauben erstrecken sich von der Stadtpfarrkirche bis zum Rennweg und verbinden Pfarrplatz und Kornplatz. Den geheimnisvollen Touch, den die im 13. Jahrhundert erbauten Lauben ausstrahlen, verdanken sie der besonderen Architektur. Es handelt sich hierbei nämlich um zwei Häuserreihen, die jeweils einen Laubengang mit vielen Torbögen, Erkern und einer Vielzahl von Details ausgestattet sind.

Täler rund um Meran

Gern entdecken Wanderer und Mountainbiker von Frühling bis Herbst die Umliegenden Täler, das Etschtal, den Vinschgau und das Passeiertal, welche in den Meraner Talkessel münden. In den Wintermonaten haben auf den umliegenden, bis zu 3.300 Meter hohen Berge der Texelgruppe fünf Skigebiete geöffnet und laden zum fast grenzenlosen Spaß im Schnee ein. Genussurlauber haben reichlich Gelegenheit, die Spezialitäten aus der Küche Südtirols zu entdecken. Genuss und Kultur werden ferner entlang der Südtiroler Weinstraße bestens miteinander verbunden.

Kultur in Meran erleben

Kulturell interessierte Besucher erwartet in Meran eine reichhaltige Museumslandschaft. Folgende Häuser laden zu einem faszinierenden Besuch ein:

  • Stadtmuseum: Das Stadtmuseum am Rennweg wurde 1900 eröffnet und zählt damit zu den ältesten Museen Südtirols. Das Museum zeigt eine Vielzahl von historischen Kleinodien, darunter auch Kuriositäten wie Napoleons Totenmaske.
  • Frauenmuseum: Die europaweit größte Sammlung an Frauenkleidern, Accessoires und Alltagsgegenständen beherbergt das Frauenmuseum. Das Besondere: Die jeweils laufende Ausstellung wird ständig neu präsentiert, alle drei Jahre werden thematisch neue Akzente gesetzt.
  • Schloss Trautmansdorf: Eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte des Tourismus in Südtirol wird in 20 Räumen des Schlosses Trautmannsdorf gezeigt. Die Historie im Zeitraffer erleben die Gäste auf dem interaktiven Parcours, der eine Spanne zwischen den Jahren 1765 und 2000 schlägt.
  • Sparkasse: Avantgardistische, zeitgenössische und internationale Kunst auf 500 Quadratmetern werden in Kunst Meran in den Räumlichkeiten der Sparkasse gezeigt. Dieses Haus ist außerdem regelmäßig Schauplatz für Konzerte, Workshops, Performances und literarische Treffen.
  • Jüdisches Museum: Das tragische Schicksal der Meraner Juden während des Zweiten Weltkrieges wird in der Synagoge mit Jüdischem Museum dokumentiert. Die Besucher erfahren aber noch mehr: Denn jüdische Ärzte hatten entdeckt, dass das Meraner Wasser eine heilkräftige Wirkung hat und begründeten damit den Ruf der Stadt als Kurort von Weltrang.

Flanieren im sonnigen Süden

Die einzigartige Atmosphäre des Kurortes erleben die Besucher am besten auf einem der zahlreichen Spazierwege in und um Meran. Bei dieser Gelegenheit genießen sie fantastische Ausblicke an einem der Aussichtspunkte. Folgende Spazierwege stehen zur Auswahl:

  • Sissiweg: Der Sissiweg führt vom Schloss Trautmannsdorf direkt ins Herz von Meran. Unterwegs entdecken die Spaziergänger mehrere Orte, die vermutlich von der Kaiserin einst gern besucht wurden.
  • Tappeierweg: Von Meran aus führt der Tappeierweg auf einer Länge von sechs Kilometern entlang des Küchelberg-Hanges zum Zenoberg und bietet eine Aussicht über Meran und Teile des Burggrafenamtes.
  • Gilfpromenade: Von der Gilfschlucht aus führt die Gilfpromenade bis zur Zenoburg. Von hier aus können sie über den Tappeierweg weiter marschieren.
  • Brunnenweg: Meran ist untrennbar mit hervorragendem Trinkwasser verbunden. Deshalb setzte man dem lebenswichtigen Element mit dem Brunnenweg, einem Rundweg, der die Spaziergänger zu insgesamt zehn Trinkbrunnen führt, ein Denkmal.
  • Kurpromenade: Bereits um 1800 wurde zwischen der Post- und der Theaterbrücke unmittelbar entlang der Passer die Kurpromenade angelegt. Mehrmals pro Jahr wird die Promenade von der Stadtgärtnerei mit diversen Themenbepflanzungen neu gestaltet.