Reisewarnungen

Reisewarnung durch das Auswärtige Amt

Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt

Was bei der nächsten Reise unbedingt beachten werden sollte

Vor allem die angespannte politische Lage in Gebieten wie Afrika oder dem Nahen Osten sowie Gebiete, in denen gesundheitliche Risiken bestehen,  lassen bei vielen Reisenden Fragen über die Sicherheit im bevorstehenden Urlaub aufkommen. MyHolidaySearch macht jetzt den Sicherheitscheck und berichtet über Reisewarnungen.

Das Auswärtige Amt als erste Anlaufstelle

In Fragen Reisesicherheit gibt es in Deutschland vor allem eine Institution, die Antworten auf die meisten Fragen geben kann – das Auswärtige Amt (kurz AA) mit Sitz in Berlin. Diese Bundesbehörde ist für die deutsche Außen- und Europapolitik zuständig und bietet Urlaubern die Möglichkeit, sich umfangreich über ihr Reiseziel zu informieren.

Die Sicherheit von Leib und Seele des Reisenden steht dabei im Fokus. So werden neben allgemeinen Fakten über Länder mit einer deutschen Vertretung und entsprechenden Sicherheitshinweisen, auch Informationen über eventuelle gesundheitliche Risiken herausgegeben.

Reisewarnungen durch das Auswärtige Amt

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Diese Informationen sind vor allem dann von Interesse, wenn es um den Versicherungsschutz im Ausland geht. Denn sollte eine offizielle Reisewarnung vom Auswärtigen Amt ausgesprochen worden sein, sind Reiseversicherungen, wie zum Beispiel  Auslandskrankenversicherungen von ihrer Leistungspflicht befreit. Sollte etwas passieren, kommt im schlechtesten Fall zu den gesundheitlichen Problemen auch eine große finanzielle Belastung hinzu.

Auf der Seite des Auswärtigen Amts sowie im App- und Google Play-Store kann die App „Sicher reisen“ des Ministeriums heruntergeladen werden. Somit können sich Reisende über die aktuellen Veränderungen immer auf dem Laufenden. Auch der RSS-Feed informiert zuverlässig über die aktuellsten Veränderungen.

Reisehinweise – Sicherheitshinweise – Reisewarnungen

Auf der Webseite des Auswärtigen Amts finden sich unter der Rubrik „Reise & Sicherheit“ Reise- und Sicherheitshinweise sowie Reisewarnungen für einzelne Länder und Regionen. Diese Informationen werden dann ausgegeben, wenn aufgrund der politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Verhältnisse ein sicherer Aufenthalt im Land nicht mehr gewährleistet werden kann. Die daraus entstehende Gefahr für den Reisenden soll nach Möglichkeit natürlich vermieden werden.

Unter den  Reise- und Sicherheitshinweisen finden sich neben den allgemeinen Informationen zu Einreisebestimmungen auch medizinische Hinweise sowie straf- und zollrechtliche Bestimmungen zu den jeweiligen Staaten. Es werden besondere Risiken für Reisende aufgelistet und diese ständig auf dem aktuellsten Stand gehalten. Je nach Ereignislage behält sich das Auswärtige Amt zudem vor, Empfehlungen zur Reiseeinschränkung oder sogar zum Verzicht auf die Reise zu geben.

Wesentlich gravierender für den Reiseverlauf sind die Reisewarnungen. Diese werden vom Auswärtigen Amt entsprechend seltener ausgesprochen und nur dann, wenn eine „akute Gefahr für Leib und Leben“ besteht. Dieser dringende Appell hält die Bevölkerung dazu an, Reisen in die betroffenen Länder zu unterlassen oder fordert im Ausland lebende deutsche Staatsangehörige zur Ausreise auf.

Reisewarnung und Auslandskrankenversicherung

Obwohl die Reisewarnung offiziell nur eine Empfehlung ist, kann sie für die Einzelperson tiefgreifende Folgen haben. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es um die Reiseversicherung geht.

Laut eines Urteils vom Landesgericht Frankfurt fällt eine Reisewarnung unter „höhere Gewalt“. Demzufolge können abgeschlossene Reiseverträge seitens des Veranstalters wieder aufgehoben werden, sollte eine Reisewarnung ausgesprochen werden. Besteht eine Reisewarnung und die Reise wird dennoch angetreten, entfällt der Versicherungsschutz.

Sollte man sich bereits im Ausland befinden und eine Reisewarnung ausgesprochen werden, gelten besondere Bestimmungen. Der Versicherungsschutz gilt dann bis zum Ende des 7. Tages nach dem Beginn des Ereignisses. Auch wenn sie für den Endverbraucher nicht immer nachvollziehbar sind, sind die Auskünfte des Auswärtigen Amts zu beachten.

Die Informationen, die das Auswärtige Amt zur Verfügung stellt, beruhen auf vertraulichen Quellen. Dennoch wird keine Haftung für die Richtigkeit übernommen. Das hat verschiedene Gründe. Es handelt es sich oftmals um politische Ereignisse, die einem schnellen Wandel unterzogen sind. Die Behörde kann dann nicht in Echtzeit reagieren. Außerdem kann das Ministerium nur auf die ihm zugestellten Informationen bauen. Das schließt nicht aus, dass sich die Lage in einem Land ändert. Nicht immer ist das Auswärtige Amt auf dem neuesten Stand.

Natürlich ist das Amt ständig darum bemüht, die Informationen auf dem aktuellsten Stand zu halten. Nichts desto trotz ist bei Zweifeln immer die entsprechende Vertretung in Deutschland zu kontaktiert. Es ist wichtig, sich über das Reiseland zu informieren.

Widersetzt man sich der Reisewarnung und reist dennoch ein, kann es passieren, dass eine Rechnung ins Haus flattert. Die Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen gemäß des Konsulargesetzes wurden dann in Rechnung gestellt.

Reisewarnungen – die aktuelle Lage

Bereits seit einiger Zeit finden sich auf der Webseite des Auswärtigen Amtes Reisewarnungen und weltweite Sicherheitshinweise, welche der weltweiten Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen gilt. Obwohl die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden, vergleichsweise gering ist, wird zu einem „sicherheitsbewussten und situationsgerechten Verhalten“ geraten.

Des Weiteren besteht aufgrund der allgemein bekannten schwierigen politischen Lage eine Reisewarnung für die Länder Syrien, Libyen und den Irak. Alle Deutschen, die sich noch immer in einem dieser Länder aufhalten, sind aufgefordert, das Land möglichst schnell zu verlassen. Im Notfall gibt es keine konsularische Hilfe.

Auch vor Reisen in mehrere Länder auf dem afrikanischen Kontinent wird gewarnt, bzw. wurde eine teilweise, regionale Reisewarnung ausgesprochen. Aktuelle reisemedizinische Hinweise betreffen vor allem Malaria-, Gelbfieber- und Zika-Virus-Gebiete in Mittel- und Südamerika, Afrika und Südostasien.

Dennoch ist bei allen Warnungen und Hinweisen zu beachtet, dass das Auswärtige Amt vor allem um unsere Sicherheit bemüht ist. Es stehen umfangreiche Informationen zur Verfügung. Was nicht immer bedeutet, dass alle aufgeführten Länder zu meiden sind. Alle Hinweise sind unter anderem als Empfehlung und Hilfe bei den Reisevorbereitungen zu nutzen.