Sehenswürdigkeiten in Budapest

Budapest

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Sehenswürdigkeiten in Budapest

Budapest ist eine der schönsten und auch interessantesten Städte Europas. Über drei Millionen Touristen besuchen jedes Jahr die Donaumetropole und auch Euromonitor International, ein britisches Marktforschungsunternehmen, gibt an, dass Budapest zu den am häufigsten besuchten Städten in Europa gehört. Deshalb hat sich MyHolidaySearch die Hauptstadt von Ungarn angesehen und stellt die Top-Sehenswürdigkeiten vor.

Parlamentsgebäude – Sitz des ungarischen Parlaments

Unmittelbar am Donauufer thront das 268 Meter lange Parlamentsgebäude als Wahrzeichen der Stadt. Der Entwurf des pompösen Gebäudes stammt von dem Architekten Imre Steindl. Dieser ließ das Gebäude im neogotischen Stil in den Jahren 1885 bis 1904 errichten. Als Vorbild des Parlamentsgebäudes diente der berühmte Palace of Westminster in London.

Im Inneren des Parlamentsgebäudes befinden sich Wandbilder und Fresken, die die ungarische Geschichte darstellen. Im Vorraum des Sitzungssaals ist Europas größter geknüpfter Teppich verlegt, der 7 mal 21 Meter groß ist. Beeindruckend ist auch der mittig angeordnete Kuppelsaal. Hier finden sich die Stephanskrone mit den Reichsinsignien. Insgesamt besitzt das Gebäude rund 700 Räume, hierunter auch die Amtszimmer des Präsidenten und Ministerpräsidenten.

Hinter dem Gebäude wurde ein wunderschöner Park angelegt. Hier finden sich die Statuen von Lajos Kossuth und Ferenc Rakóczi II, die am Kampf für die Unabhängigkeit Ungarns beteiligt waren. Auf einem aus grauem Granit gebauten Denkmal thront die ewige Flamme, um die Helden und Opfer des Volksaufstandes im Jahre 1956 zu ehren.

Fischerbastei und Matthiaskirche

Die neoromanische Fischerbastei wurde von Frigyes Schulek in den Jahren 1895 bis 1902 erbaut und liegt auf dem Burgberg. Hier findet auch der mittelalterliche Fischmarkt von Buda statt. Errichtet wurde das Monument für die Fischergilde. Im Mittelalter musste die Gilde an dieser Stelle die Stadtmauer verteidigen.

Das Gebäude erscheint mit seinen konischen Türmen skurril. Erinnern sollen die Türme an die Zelte der Magyaren. Von der Aussichtsterrasse erhält man einen traumhaften Ausblick auf die Donau und Pest.

Vor der Fischerbastei steht die Reiterstatue von König Stephan I. dem Heiligen. Dieser verbreitete in Ungarn das Christentum. Entworfen wurde die Bronze-Statue von dem Bildhauer Alajos Stróbel im Jahr 1906. Hingegen wurde das im neoromanischen Stil errichtete Postament von Frigyes Schulek entworfen. Die Zierelemente sollen das Leben des Königs darstellen.

In der Nähe befindet sich auch die neogotische Matthiaskirche, wohl die bekannteste Kirche in Budapest. Offiziell wird sie Liebfrauenkirche genannt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Einst fanden hier die Krönungszeremonien von Karl I. Robert von Anjou im Jahr 1309, Franz Joseph I. im Jahr 1867 und Karl IV. im Jahr 1916.

Heldenplatz, Boulevardstraße und Stadtwäldchen

Auf dem Heldenplatz im Stadtteil Pest thronen die Millenniums- und Heldendenkmale, die von der Kolonnade umgeben sind. Dabei markiert der Heldenplatz den Anfang der 2,5 Kilometer langen Boulevardstraße Andrássy út. Gleichzeitig ist er das Tor zum Stadtwäldchen mit prächtigen Alleen. Auch der Heldenplatz gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Um ihn herum finden sich zahlreiche Kunstmuseen.

Das Stadtwäldchen wurde von dem aus Lübecker stammenden Landschaftsgärtner Christian Heinrich Nebbien im Jahre 1817 gestaltet und erstreckt sich über eine Fläche von über einem Quadratkilometer. Einst gab es hier nur eine sumpfige Hügellandschaft. Heute bietet der liebevoll gestaltete Park einen Ort der Ruhe und Entspannung.

Kettenbrücke und Donauufer

Zum Stadtbild der Donaumetropole gehören zahlreiche Brücken, die über die Donau führen. Eine der bekanntesten Brücken ist die 375 Meter lange und 2000 Tonnen schwere Kettenbrücke, die jedes Jahr von zahlreichen Touristen betreten wird. Erbaut wurde die Kettenbrücke in den Jahren 1839 bis 1849, womit sie auch die älteste Brücke von Budapest ist. Sie ist ein Wahrzeichen Budapests und wurde schon auf mehreren Münzen und Briefmarken als Nationalsymbol verewigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke zerstört. Der Wiederaufbau fand im Jahr 1949 statt. Seit dem Jahr 1957 erstrahlt die Kettenbrücke außerdem in einem atmosphärischen Licht.

Am Ostufer der Donau steht ein trauriges Mahnmal, nämlich die Schuhe am Donauufer in Erinnerung an die Juden, die hier erschossen wurden. 60 Paar Schuhe wurden hier aus Metall angebracht. Gleichzeitig soll es aber auch an die Rettungsaktionen anderer Juden erinnern.

St.-Stephans-Basilika – die schönste Kirche von Budapest

Budapest beherbergt viele schöne Kirchen. Doch die St.-Stephans-Basilika im Stadtteil Pest ist wohl die schönste Kirche. Gleichzeitig ist sie auch die größte Kirche der Stadt. Bis zu 8500 Menschen finden im Inneren der Kirche Platz. Ursprünglich wurde sie als Pfarrkirche St. Leopold von Pester Deutschen errichtet. In der Basilika finden sich zahlreiche Skulpturen, Gemälde und Glasmalereien. Besonders beeindruckend ist die 96 Meter hohe Kuppel mit einem imposanten Mosaik, das Jesus, Gott und Engel abbildet. Unter den vielen Reliquien, die die Kirche beherbergt, findet sich auch die einbalsamierte rechte Hand des König Stephans. Die „Heilige Rechte“ wird in der Kapelle des heiligen Leopold aufbewahrt.

Burgpalast und Burgviertel

Neben der historischen Fischerbastei findet sich im Budapester Burgviertel auch der Burgpalast, der Budapest als höchstgelegenes Gebäude überragt. Einst diente der prunkvolle Palast den Königen als Residenz, während er heute als Ausstellungsfläche für repräsentative Anlässe oder für Museen genutzt wird. Sehenswert ist hier auch die ungarische Nationalgalerie mit einer großen Sammlung von ungarischen Werken. Um den Burgpalast herum findet sich die berühmte Habsburger-Treppe sowie viele Statuen und Türme.

Im Burgviertel gibt es noch viele weitere Attraktionen. Hierzu gehören die Überbleibsel der Donaumonarchie, das Wiener Tor, die Herrengasse sowie der Dreifaltigkeitsplatz, in dessen Mitte sich die Dreifaltigkeitssäule befindet. Diese soll an die Pestepidemie im Jahre 1691 erinnern. Auch die Gasse des Schatzmeisters ist eine Besichtigung wert, die vom Dreifaltigkeitsplatz bis zum Ehrenplatz führt.

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